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		<title>Urlaub im Mobilheim am Gardasee</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 19:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den Osterferien dieses Jahres sind wir spontan für 2 Wochen nach Italien an den Gardasee gefahren. Das Ziel unserer Reise war Peschiera, ein kleiner Ort im Südosten des Gardasees. Wir hatten uns auf dem Campingplatz &#8220;Bella Italia&#8221; ein Mobilheim gemietet, da uns dieses eine Alternative zwischen Hotel und Camping bot. Zwar sind Mobilheime recht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Osterferien dieses Jahres sind wir spontan für 2 Wochen nach Italien an den Gardasee gefahren. Das Ziel unserer Reise war Peschiera, ein kleiner Ort im Südosten des Gardasees. Wir hatten uns auf dem Campingplatz &#8220;Bella Italia&#8221; ein Mobilheim gemietet, da uns dieses eine Alternative zwischen Hotel und Camping bot. Zwar sind Mobilheime recht klein und dadurch auch eng, aber zum einen sind sie recht billig zu mieten und zum anderen bieten sie die Möglichkeit mitten auf dem Campingplatz Urlaub zu machen, allerdings ohne die Nachteile eines Zeltes. Mobilheime sind eigentlich eine größere Variante zu Wohnmobilen.<span id="more-611"></span></p>
<p>Die Hinfahrt zu unserem Campingplatz verlief ohne Probleme und verging wie im Flug, da es keinerlei Staus oder ähnliches gab, was sehr angenehm war. Da wir bereits um 6 Uhr in der Früh zuhause aufgebrochen waren, erreichten wir Peschiera noch am späten Vormittag, wodurch wir quasi einen ganzen Urlaubstag gewonnen hatten.</p>
<div id="attachment_612" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-612" title="Gardasee " src="http://www.italien-abc.de/wp-content/uploads/2011/08/gardasee.jpg" alt="Gardasee " width="600" height="338" /><p class="wp-caption-text">Gardasee</p></div>
<p>Der Campingplatz stellte sich als wunderschön heraus, da er sehr naturbelassen ist und direkt am Gardasee liegt. Außerdem gab es 3 Schwimmbäder an unterschiedlichen Ecken des Campingplatzes, die allerdings zu der frühen Jahreszeit noch sehr kalt waren, da das Wasser erst einige Tage vorher eingelassen worden war. Dies erklärte die fehlenden Schwimmer in den Becken, über die wir uns schon gewundert hatten. In unserer zweiten Urlaubswoche jedoch hatte sich einer der Pools weit genug erwärmt und war dann auch dem entsprechend voll und laut, weshalb wir ihn weitestgehend mieden. Stattdessen hielten wir uns häufig an einem kleineren Pool im hinteren Bereich des Campingplatzes auf, der zwar nicht ganz so warm, aber dafür vergleichsweise ruhig war. Der Gardasee war zu dieser Jahreszeit leider eiskalt.</p>
<p>Doch obwohl wir nicht im Gardasee schwimmen konnten, genossen wir es dennoch uns an ihm aufzuhalten. Zum einen war die Landschaft direkt am See unglaublich schön &#8211; überall waren Enten und Schwäne im Schilf &#8211; und zu anderen gingen wir auch gerne die Uferpromenade entlang, die direkt in die Altstadt Peschieras führte. Peschieras Altstadt liegt inmitten einer alten Festung aus der Römischen Zeit und durch die Stadt fließt unter Brücken der Mincio, ein Fluss. Am Mincio entlang verläuft ein Radweg, den wir auch ein paar Male gefahren sind, allerdings haben wir es nie bis zum Ende geschafft, da er 43 Kilometer lang bis nach Mantova führt. Doch diese radstrecke ist jedem begeisterten Radsprotler nur zu empfehlen, da er einen tollen Blick auf den Fluss bietet und von Bäumen umgeben ist, wodurch man meist im Schatten fahren kann.</p>
<p>Da Peschiera nur 30 Kilometer von Verona entfernt liegt, war natürlich auch um einen Besuch dieser wunderschönen alten Stadt nicht vorbei zu kommen. Da es jedoch schon das zweite Mal war, kannten wir uns dort schon ein wenig aus und fanden deshalb recht schnell zum berühmten &#8220;Casa di Julietta&#8221;, dem Haus, in welchem Shakespeares Julia aus &#8220;Romeo und Julia&#8221; gelebt haben soll. Doch auch die vielen Plätze und Kirchen in Verona sind einen Besuch auf jedem Fall wert. Schon aufgrund der dort herrschenden Atmosphäre sollte man sich diesen Ort nicht entgehen lassen!</p>
<p>Insgesamt war es ein sehr schöner und entspannender Urlaub mit tollem Wetter, sodass wir eigentlich gerne noch länger geblieben wären!</p>
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		<title>Desserts</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 19:34:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Aus Italien kommen Ferrero, Motta, Caffarel, Bauli, GranMilano, hier gibt es große Likörs und Kaffees, kein Wunder, dass man dort weiß, wie eine Nachspeise zubereitet wird. Das berühmteste italienische Dessert ist sicherlich Tiramisu, nicht gerade eine traditionelle Süßspeise, sie lässt sich bis in das Jahr 1970 zurückdatieren. Mit Alkohol und Espresso aromatisierte Löffelbiskuits werden von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Italien kommen Ferrero, Motta, Caffarel, Bauli, GranMilano, hier gibt es große Likörs und Kaffees, kein Wunder, dass man dort weiß, wie eine Nachspeise zubereitet wird. Das berühmteste italienische Dessert ist sicherlich Tiramisu, nicht gerade eine traditionelle Süßspeise, sie lässt sich bis in das Jahr 1970 zurückdatieren.<span id="more-607"></span></p>
<p>Mit Alkohol und Espresso aromatisierte Löffelbiskuits werden von einer Crème aus Mascarpone und Ei bedeckt, die wiederum mit Kakao bepudert. Das Ergebnis ist eine simple Kalorienbombe, deren Grundrezept sich nach Belieben durch Beeren, Früchte und Nüsse ergänzen lässt. Mit Mascarpone lässt sich eine Reihe sehr leckerer Crèmes zaubern, dabei können Pfirsiche, Orangen, Capuccino oder auch Kirschen verwendet werden – und nicht immer muss Alkohol dabei im Spiel sein.</p>
<p>Mehr Geschicklichkeit verlangt da schon Zabaione, eine Weinschaumspeise, Eigelb, Zucker und Wein wird in wechselnd temperierten Wasserbädern zu einer Crème geschlagen, Biskuits oder Früchte beim Anrichten daneben serviert. Weniger bekannt, aber im gesamten Mittelmeerraum verbreitet sind gebackene Feigen, meist mit allerlei Nüssen garniert, ausgelassener Butter ergänzt, gelegentlich mit Puderzucker bestreut und Cognac getunt. </p>
<p>Coppa di albicoche ist das Fruchtfleisch in Likör eingelegter Aprikosen mit Mandelstiften und, wenn es ein paar Kalorien mehr sein dürfen, Eis oder geschlagener Sahne. Vielseitig können auch knusprig gebackene Amaretti eingesetzt werden, Windbeutel haben in Italien den französischen Namen Profiterole und das aus Nordafrika stammende und in Spanien sehr populäre Turrón hat auf Sardinien als Torrone seinen Weg auf den Dessertplan gefunden. </p>
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		<title>Gnocchi</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 19:32:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gnocchi sind kleine Klöße, die aus Kartoffeln, manchmal auch aus Maisgrieß hergestellt werden und wie die Polenta eine nicht einmal allzu lange, dafür umso facettenreichere Geschichte in Italien haben. Typische Zubereitungsarten für Gnocchis variieren von Region zu Region, die Grundlage besteht meist aus vorgekochten Kartoffeln, Mehl und Ei, oft wird auch Parmesan beigemengt, gut funktioniert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gnocchi sind kleine Klöße, die aus Kartoffeln, manchmal auch aus Maisgrieß hergestellt werden und wie die Polenta eine nicht einmal allzu lange, dafür umso facettenreichere Geschichte in Italien haben. Typische Zubereitungsarten für Gnocchis variieren von Region zu Region, die Grundlage besteht meist aus vorgekochten Kartoffeln, Mehl und Ei, oft wird auch Parmesan beigemengt, gut funktioniert wie bei fast allen Kartoffelgerichten auch frisch geriebener Muskat.<span id="more-604"></span></p>
<p>Die Kartoffeln werden durch eine Presse gedrückt und mit Mehl und Eiern zu einer Masse verknetet. Anschließend wird der Gnocchiteig gerollt und geteilt und wieder gerollt, bis eine lange dünne Stange entsteht, aus der die Gnocchi (wahlweise auch Schupfnudeln) in gewünschter Größe ausgeschnitten werden können und dann jeweils mit einer Gabel eingedrückt werden.</p>
<p>Für die Weiterverarbeitung ist die Phantasie des Kochs maßgebend. Gnocchi können in Salbeibutter geschwenkt oder als Grundlage zu einem Gulasch gekocht gereicht werden, sie lassen sich überbacken, harmonieren mit Spinat-Gorgonzola- und feurigen Tomatensaucen.</p>
<p>Manche Köche füllen die Gnocchi selbst mit Spinat, Nüssen oder gratinieren sie im Ofen. Am besten eignen sich für die Gnocchi (wie für Knödel) mehlig kochende Kartoffeln, wer sich die Mühe des Selbermachens sparen möchte, findet fertige Gnocchi heute an der Kühltheke jedes gut sortierten Supermarktes. </p>
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		<title>Antipasti</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 19:26:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sehr zahlreich sind die Nudelphobiker nicht, aber es ist natürlich nett, dass die italienische Küche schon lange Rücksicht auf die vielen Trennkostler und jene zu nehmen weiß, die gänzlich auf Kohlenhydrate zu verzichten suchen. Dünn wird man aber nicht, wenn man sich allein auf Antipasti konzentriert, Vorspeisen, die ausdrücklich nichts aus Nudeln bestehen … und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr zahlreich sind die Nudelphobiker nicht, aber es ist natürlich nett, dass die italienische Küche schon lange Rücksicht auf die vielen Trennkostler und jene zu nehmen weiß, die gänzlich auf Kohlenhydrate zu verzichten suchen. Dünn wird man aber nicht, wenn man sich allein auf Antipasti konzentriert, Vorspeisen, die ausdrücklich nichts aus Nudeln bestehen … und wahnsinnig lecker sind.<span id="more-600"></span></p>
<p>Im tiefen Süden und Nahen Osten gibt es die Meze, auf der iberischen Halbinsel Tapas, in Italien werden <a href="http://www.bella-cucina.de/rezliste/antipasti.php">Antipasti</a> gereicht – und im Zweifel gewinnt Italien, wobei viele Details, gegrillte Gemüse, Oliven, Schafskäse, Muscheln, Garnelen, eingelegte Artischocken, Peperoni, Brot usw. hier wie da und dort zum festen Programm gehören.</p>
<p><div id="attachment_601" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-601" title="Antipasti" src="http://www.italien-abc.de/wp-content/uploads/2011/08/antipasti.jpg" alt="Antipasti" width="600" height="338" /><p class="wp-caption-text">Antipasti</p></div>
<p>Antipasti sind immer dann am besten, wenn die simple Idee, auf der sie beruhen, mit erstklassigen Produkten raffiniert umgesetzt wird. Bruschetta ist ein gutes Beispiel, es handelt sich dabei schlicht um ein geröstetes Brot, das mit Öl und Knoblauch bestrichen, durch Tomaten oder Schinken ergänzt werden kann – aber absolut nicht muss.</p>
<p>Carpaccio ist eine Kostbarkeit, hauchdünn geschnittenes rohes Rinderfleisch, mit Parmesanhobeln belegt, einer leichten Vinaigrette angemacht, mit Zitrone oder Olivenöl beträufelt wird es erst seit wenigen Jahrzehnten angeboten, kann aber schon mit unzähligen, schmackhaften Varianten aufwarten. Mit Bresaola, dem alten italienischen Bündnerfleisch, lässt es sich ebenfalls wunderbar anrichten.</p>
<p>Caprese war viele Jahre Star der Antipasti. Ein Salat aus Basilikum, Mozzarella und frischen Tomaten bildet er auf dem Teller die italienischen Nationalfarben ab und hat den internationalen Siegeszug des Pasta-Filata-Käses geebnet. Etwas weniger bekannt sind die Supplì, die Reiskroketten aus dem Latium und Baccalà, der Stockfisch, für den eigentlich die portugiesische Küche berühmt ist, der aber in vielen europäischen Seefahrernationen eine lange Tradition hat.</p>
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		<title>Italienisches Brot</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 19:18:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Getreideerzeugnisse sind die Fundamente von Hochkulturen, das gilt heute als Binsenweisheit – und galt natürlich auch für die alten Römer. Man weiß, dass ihr Hauptnahrungsmittel Puls war, ein Getreidebrei, der variantenreich angemacht und gewürzt wurde. Das Brot selbst setzte sich erst mit dem Ende des römischen Reiches im heutigen Italien durch. Dafür gibt es zahlreiche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Getreideerzeugnisse sind die Fundamente von Hochkulturen, das gilt heute als Binsenweisheit – und galt natürlich auch für die alten Römer. Man weiß, dass ihr Hauptnahrungsmittel Puls war, ein Getreidebrei, der variantenreich angemacht und gewürzt wurde. Das Brot selbst setzte sich erst mit dem Ende des römischen Reiches im heutigen Italien durch. Dafür gibt es zahlreiche Sorten des Backguts, die auch bei uns viele Freunde gefunden haben.<span id="more-596"></span></p>
<p>Brot heißt in Italien Pane, Brötchen sind Panini, es sind überwiegend Weißbrote, aber auch Sauer- und Hefeteige, süße Kuchen wie die Mailänder Weihnachtsgabe Panettone tragen das Pane in sich – und Crostata hat einen feinen Mürbeteig als Basis. In einigen Regionen Italiens wird Pane salzlos gebacken, eine gewöhnungsbedürftige, aber zum Tunken brauchbare Variante.</p>
<p><div id="attachment_597" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-597" title="Ciabatta" src="http://www.italien-abc.de/wp-content/uploads/2011/08/ciabatta.jpg" alt="Ciabatta" width="600" height="338" /><p class="wp-caption-text">Ciabatta</p></div>
<p>Ciabatta ist mit seiner kräftigen Kruste und der Pantoffelform (darauf ist der Name zurückzuführen) eine vorzügliche Sandwichgrundlage. In den Teig aus Weizenmehl, Hefe und Olivenöl sind oft Nüsse, getrocknete Tomaten, Kräuter oder Oliven eingebacken, die dem Brot eine mediterrane Note geben. Das Brot selbst ist nicht einmal alt, Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts soll es erstmals in Rovigo, Venetien, vermarktet worden sein und liegt inzwischen in Supermärkten des kompletten Kontinents aus.</p>
<p>Focaccia basiert auf einem Hefeteig, kommt aus Genua und ist ein möglicher Vorläufer der Pizza. Im Gegensatz zum Ciabatta geht das recht dicke, oft fladenähnliche Brot weit in die Geschichte zurück, wie von der Ciabatta gibt es zahlreiche Varianten, die Focaccia wird inzwischen vielfach auch in Supermärkten nördlich der Alpen angeboten und ist herzhaft belegt eine sehr schöne Zwischenmahlzeit.</p>
<p>Grissini sind eine stangenförmige Knabberei, die, wie bei uns Brezel, den Besuchern von Restaurants als Appetitmacher zum Gedeck gehört.</p>
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		<title>Italienische Wurst- und Schinkensorten</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 18:41:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auch an deutschen Wursttheken sind italienische Waren längst zuhause, also selbst dort, wo die eigene Wurst ein geschätztes und viel verzehrtes Kulturgut ist. Sie lassen sich natürlich entsprechend ihres ursprünglichen Zwecks verwenden, als Einlage in der Minestrone, mit Früchten als Antipasti oder für Saucen, aber auch umgenutzt, also auf unserer deutschen Stulle. Eine Köstlichkeit ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch an deutschen Wursttheken sind italienische Waren längst zuhause, also selbst dort, wo die eigene Wurst ein geschätztes und viel verzehrtes Kulturgut ist. Sie lassen sich natürlich entsprechend ihres ursprünglichen Zwecks verwenden, als Einlage in der Minestrone, mit Früchten als Antipasti oder für Saucen, aber auch umgenutzt, also auf unserer deutschen Stulle.<span id="more-592"></span></p>
<p>Eine Köstlichkeit ist beispielsweise die Mortadella, eine Wurst aus gemahlenem Schweinefleisch mit Speckstücken und häufig Pistazien, die einen ganz eigenen Weg über die Alpen genommen hat. Die Wurst stammt aus Bologna, der Name leitet sich von der Myrtenbeere ab, die früher ein brauchbarer Pfefferersatz war. Als es noch unüblich war, frische Wurstwaren über Ländergrenzen hinweg zu verkaufen, schufen deutsche Metzger eine eigene Mortadella-Variante mit ihren Mitteln, die einer Fleischwurst ähnlich gebrüht wird und Jahrzehnte als Kinderwurst und Lockpräsent an der Gabel gerollt über Kühlauslagen gereicht wurde.</p>
<p><div id="attachment_593" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-593" title="Mortadella" src="http://www.italien-abc.de/wp-content/uploads/2011/08/mortadella.jpg" alt="Mortadella" width="600" height="338" /><p class="wp-caption-text">Mortadella</p></div>
<p>Im Gegensatz zu vielen anderen traditionellen Produkten hat man den Namen Mortadella selbst nicht geschützt sondern versieht die Mortadella, die aus ihrem ursprünglichen Herkunftsort stammt, mit dem Zusatz IGP. Der geschmackliche und optische Unterschied zur deutschen Mortadella ist groß, heute kann man an fast jeder Wursttheke den Vergleich machen.</p>
<p>Auch die Salami ist ein italienisches Produkt. Die Dauerwurst wurde ursprünglich aus Esel- und Pferdefleisch hergestellt und hatte in und um Modena ihr Zentrum. Heute gibt es Salami (oder Salamis, wie wir sagen) überall. In Italien selbst gibt es mehrere dutzend Salamisorten, die bekannteste ist seit einigen Jahren die Mailänder Salami, ein Industrieprodukt aus Schwein, Rind und Speck. In der Nähe von Parma wird die ebenfalls sehr bekannte Felino-Salami hergestellt, bekannt sind auch die Veroneser und Neapolitaner Salami. Die italienische Bratwurst ist übrigens die Salsiccia, eine herrliche Grillwurst, die je nach Region mit anderen, teilweise für mitteleuropäische Gaumen gewöhnungsbedürftige Gewürzen wie Koriander und Fenchel gekrönt wird – auf die Gewöhnung folgt die Sucht.</p>
<p>Ein weltberühmtes italienisches Produkt ist der Parmaschinken, der Prosciutto di Parma, eine streng geschützte Herkunftsbezeichnung, für das sogar die Regionen abgesteckt sind, aus denen die Schweine stammen müssen, deren Schinken verarbeitet werden. Da das Produkt weltweit begehrt ist und jährlich mehrere Millionen Schweineschinken verarbeitet werden, dehnt sich das Gebiet über weite Teile Nord- und Mittelitaliens aus. Ähnliches gilt für den ebenfalls luftgetrockneten San-Daniele-Schinken aus der Nähe von Udine.</p>
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		<title>Italienischer Käse</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 18:30:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es gibt Käsesorten, ohne die eine Vielzahl berühmter italienische Speisen nicht denkbar wären, Käsesorten, die duftend schmelzen, final gestreut, in Saucen eingerührt oder frisch aufgeschnitten werden, deren Erwähnung Käsefreunden das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen und deren Herstellung eine vielmonatige strengstens überwachte Wissenschaft ist. In Europa hat man ein System von Herkunftsbezeichnungen entwickelt, aus traditionellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Käsesorten, ohne die eine Vielzahl berühmter italienische Speisen nicht denkbar wären, Käsesorten, die duftend schmelzen, final gestreut, in Saucen eingerührt oder frisch aufgeschnitten werden, deren Erwähnung Käsefreunden das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen und deren Herstellung eine vielmonatige strengstens überwachte Wissenschaft ist. <span id="more-588"></span></p>
<p>In Europa hat man ein System von Herkunftsbezeichnungen entwickelt, aus traditionellen Produkten Marken gemacht, die nur in festgelegten Regionen hergestellt werden dürfen bzw. nur den Originalnamen tragen dürfen, wenn sie in ihrer ursprünglichen Region hergestellt werden. Die einzelnen europäischen Länder haben unterschiedliche Namen für diese Herkunftsbezeichnungen, in Italien werden ausgesuchte Produkte mit Denominazione d’Origine Protetta gekennzeichnet, dem bekannten DOP-Siegel.</p>
<div id="attachment_589" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-589" title="Parmesan" src="http://www.italien-abc.de/wp-content/uploads/2011/08/parmesan.jpg" alt="Parmesan" width="600" height="338" /><p class="wp-caption-text">Parmesan</p></div>
<p>Mit DOP sind eine Vielzahl von Käsesorten geschützt, darunter fallen sämtliche bekannte Hart-, Weich- und Schimmelkäsesorten aus Italien. Ein typisches Beispiel ist das des Asiago d&#8217;Allevo, der alte Käse der Zimbern im Nordosten Italiens, der heute in einem streng abgesteckten, Teile Venetiens und Trentinos umfassenden Gebiet produziert werden darf. Der Asiago gehört zu den Schnittkäsesorten, die hervorragend auf eine Käseplatte passen, zu einem guten Wein, die ein großer Exportschlager sind, weil sie Käseexperten erfreuen können, Käseamateure aber nicht überfordern.</p>
<p>Der Bitto ist eine uralte Käsesorte aus dem lombardischen Sondrio, Bra stammt aus dem Piemont, der Caciocavallo hat ein großes Produktionsgebiet in Basilikata und angrenzenden Regionen in Süditalien, der Canestrato Pugliese kommt aus einer kleinen Region bei Bari, Casciotta d’Urbino hat seine Herkunft im Namen, Castelmagno kommt aus Cuneo … und so verteilen sich die DOP-Käsesorten mit einem deutlichen Übergewicht in Norditalien gegenüber dem Mezzogiorno auf das gesamte Land.</p>
<p>Parmigiano-Reggiano ist der richtige Parmesan aus der Emilia-Romagna – wobei der Grana Padano aus der Poebene auch nicht verkehrt ist. Parmesan ist ein schönes Beispiel dafür, dass geschützte Ursprungsbezeichnungen durchaus sinnvoll sein können. Über viele Jahrzehnte wurden in Europa seltsame Pseudoparmesans über die Spaghetti gehobelt, Produkte, die teilweise so mies waren, dass man sie besser weggelassen hätte. Gleichzeitig ist der weltweite Bedarf an Hartkäsesorten so gewaltig, dass man in der Emilia kaum nachkommt. Glücklicherweise gibt es in Italien zahlreiche spannende Alternativen.</p>
<p>Pecorino zum Beispiel. Unter dem Begriff Pecorino sammeln sich gleich vier mit DOP geschützte Hartkäsesorten aus Schafsmilch. Pecorino romano, Pecorino sardo, Pecorino siciliano und Pecorino toscano reifen teilweise mehrere Jahre, können vielfältig eingesetzt werden – und außerdem wird aus der Molke Ricotta gewonnen.</p>
<p>Mozzarella di Bufala Campana, also der Büffelmozzarella aus Kampanien, ist die DOP-zertifizierte Version des auch bei uns sehr beliebten weichen und kugelförmigen Käseklassikers. In Scheiben geschnitten, mit Olivenöl, Basilikum und Tomaten zusammen, bildet Mozzarella Caprese, den italienischen Vorspeisenklassiker und auch auf die richtige Pizza Margherita gehört Mozzarella.</p>
<p>Der bekannteste Edelpilzkäse aus Italien ist Gorgonzola aus der Lombardei. Gorgonzola ist ein Produkt mit einem sehr intensiven Aroma, er kann als Vorspeise, auf Brot, mit Birnen zum Dessert gereicht werden, ist bei uns aber besonders in Saucen für Pasta und Gemüse populär.</p>
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		<title>Italienische Eintöpfe</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 18:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien kulinarisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Minestrone heißt dicke Suppe, ist also so etwas wie ein Eintopf, ein nahrhafter Sattmacher, der in Italien je nach Region und Jahreszeit mit unterschiedlichen Grundlagen zubereitet wird. Im Norden Italiens werden eher Knollengemüse, Kartoffeln, Karotten und Sellerie verwendet, in Ligurien häufiger Wildpilze, in die Minestrone wandern mediterrane Gemüse, Zwiebeln, Zucchini, Knoblauch, Auberginen, duftende Kräuter, hinzu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Minestrone heißt dicke Suppe, ist also so etwas wie ein Eintopf, ein nahrhafter Sattmacher, der in Italien je nach Region und Jahreszeit mit unterschiedlichen Grundlagen zubereitet wird. Im Norden Italiens werden eher Knollengemüse, Kartoffeln, Karotten und Sellerie verwendet, in Ligurien häufiger Wildpilze, in die Minestrone wandern mediterrane Gemüse, Zwiebeln, Zucchini, Knoblauch, Auberginen, duftende Kräuter, hinzu kommen sättigende Nudeln, Reis oder auch Brot, das früher direkt in die Suppe gegeben wurde und in der moderneren Küche eher dazugereicht wird.<span id="more-582"></span></p>
<p>Außerdem ist Pancetta, der getrocknete Bauchspeck aus Italien, eine wichtige Grundlage der Minestrone. Für den Winter gibt es dicke Suppen mit Bohnen, Erbsen oder auch Kohlsorten, im Sommer eher Spinat oder Mangold. Die Minestrone ist ein Sammelbegriff für unzählige Familiengeheimrezepturen, der Ursprung liegt im Dunkel der Geschichte. Weil es in Genua mit dem berühmten Pesto und Jahrhunderten der Seefahrerbewirtung eine ganz eigene Küchentradition gibt, gehen manche davon aus, dass wichtige Impulse zur modernen Minestrone hier entstanden sind.</p>
<div id="attachment_583" class="wp-caption alignnone" style="width: 519px"><img class="size-full wp-image-583" title="Italienische Eintöpfe" src="http://www.italien-abc.de/wp-content/uploads/2011/08/eintopf.jpg" alt="Italienische Eintöpfe" width="509" height="338" /><p class="wp-caption-text">Italienische Eintöpfe</p></div>
<p>Möglich ist auch, dass die heute so modern wirkende Minestrone mit ihren frischen, nicht verkochten Gemüsesorten auf dicke Suppen und Eintöpfe auf Getreidebasis zurückgeht, die schon vor vielen Jahrhunderten in Italien gekocht wurden, was bedeuten würde, dass die Minestrone ähnliche Wurzeln wie das noch recht junge, aber in Norditalien sehr populäre Armeleuteessen Polenta hätte. Polenta wird heute aus dem aus Amerika stammenden Mais hergestellt, geht aber auf den Puls genannten Getreidebrei zurück, den schon die alten Römer als Grundnahrungsmittel schätzten – wobei die Ernährung der Durchschnittsrömer aus heutiger Sicht enorm eintönig gewesen sein muss und allein für die italienische Küche die Entdeckung Amerikas ein Segen war.</p>
<p>Die Herstellung von Minestrone ist im Grunde keine Zauberei, auch ungeübte Köche können sich von ihrem persönlichen Geschmack leiten lassen und eigene Rezepte kreieren. Am Anfang stehen meist glasige Zwiebelgemüse, die mit Brühe angegossen werden und der man dann nach und nach die Zutaten entsprechend ihrer Garzeit zugibt. Parmesan oder Pecorino lassen sich als mediterraner Pfiff vor dem Servieren aufstreuen und natürlich passen italienische Würste, Salsiccia oder auch Cabanossi, als herzhafte Einlagen.</p>
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		<title>San Marino – Republik in der Republik</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 17:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urlaubsklassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[San Marino ist ein Zwergenstaat, 61 km² groß, 27.000 Einwohner stark und ein Geschenk in der Qualifikation zu großen Fußballturnieren. Die Republik liegt zwischen Marken und Emilia Romagna, ohne direkten Zugang zum Meer, aber mit Blick auf die Adria und ist ein uraltes Gebilde, das die letzten 1.700 Jahre inmitten von einfallenden Mächten, aufblühenden Seerepubliken, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>San Marino ist ein Zwergenstaat, 61 km² groß, 27.000 Einwohner stark und ein Geschenk in der Qualifikation zu großen Fußballturnieren. Die Republik liegt zwischen Marken und Emilia Romagna, ohne direkten Zugang zum Meer, aber mit Blick auf die Adria und ist ein uraltes Gebilde, das die letzten 1.700 Jahre inmitten von einfallenden Mächten, aufblühenden Seerepubliken, Revolutionen, Glaubenskriegen und Königreichen erstaunlicherweise überstanden hat.<span id="more-517"></span></p>
<p>San Marino soll von einem dalmatinischen Steinmetz gegründet worden sein, Marino hieß der und war die Christenverfolgung durch Kaiser Diokletian leid. Also stieg er auf den Berg Titano, 738 Meter Hoch, mit einigen steilen Hängen und weil Marino ein feiner Kerl gewesen sein muss, geriet er dort nicht in Vergessenheit, sondern zog viele Menschen nach, die auf dem Titano ihre eigene christliche Enklave gründeten, die auch noch bestand hatte, als man kurz darauf eigentlich nicht mehr von einer Enklave sprechen konnte.</p>
<div id="attachment_518" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-518" title="San Marino" src="http://www.italien-abc.de/wp-content/uploads/2011/08/san-marino.jpg" alt="San Marino" width="600" height="338" /><p class="wp-caption-text">San Marino</p></div>
<p>Marino wurde Bischof im nahegelegenen Rimini und bekam von einer reichen Konvertitin den Titano geschenkt. Die Bürger von San Marino errichteten hervorragende Befestigungsanlagen, wurden in ihrem nicht gerade sicheren Rechtstatus nur wenige Male nach Marinos Tod schriftlich erwähnt und Schufen eigene Gesetzeswerke. Der Ministaat funktionierte derart gut, dass um das Jahr 1200 Ländereien um den Berg herum zugekauft werden mussten.</p>
<p>Man schuf in San Marino eine republikanische Ordnung, war ab dem 14. Jahrhundert als unabhängig anerkannt und das ganze wurde vom Papst einige Jahrzehnte auch abgesegnet. San Marino war immer wieder von eigentlich viel zu großen Mächten bedroht, aber irgendwie schafften es die Bürger, sich zu behaupten. Als Cesare Borgia in San Marino einfiel, beteiligte man sich an erfolgreichen Aufständen gegen ihn – in Urbino. Überschritten christliche Truppen die Grenzen, beschwerte man sich schon mal erfolgreich beim Papst, der etwas übereifrig ordnenden Hand Napoleon Bonapartes schwatzte man Handelsabkommen mit den von ihm gegründeten Republiken ab und Giuseppe Garibaldi, der große Vereiniger Italiens, hatte man nach den Revolutionen in der Mitte des 19. Jahrhunderts Exil und Schutz gewährt, vor der Vereinigung Italiens die Staatsbürgerschaft San Marinos vermacht – der Mann war befangen.</p>
<p>Heute ist San Marino vor allen Dingen ein Ziel für Tagesausflügler. Von der Adria ziehen an sommerlichen Regentagen unzählige Brathähnchen die Hänge des Titano hinauf, es gibt Shuttlebusse von Rimini aus, Hubschrauberrundflüge und immerhin die drei großen Festungen zu besichtigen. Das ist an einigen Stellen mitunter ein wenig zuviel, wer sich die Zeit nehmen kann, sollte versuchen, San Marino zu durchwandern, wenn die Masse der Touristen ein paar hundert Meter weiter unten am Büffet steht. Es gibt viel zu entdecken.</p>
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		<title>Urlaubslektüre: Italienische Literaten</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 18:33:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Italien ist reich, reich an berühmten Schriftstellern, Denkern, Dichtern und Literaturnobelpreisträgern, Menschen, die sich selbst Denkmäler bauten, indem sie Federn in Tinte tunkten, diktierten, auf Schreibmaschinen einhämmerten oder natürlich Computer nutzten. Wer seinen Italienurlaub nicht nur durch den Verzehr guten Essens, hervorragender Weine, dem Geruch des Meeres, sondern auch mit der passenden Lektüre würzen möchte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Italien ist reich, reich an berühmten Schriftstellern, Denkern, Dichtern und Literaturnobelpreisträgern, Menschen, die sich selbst Denkmäler bauten, indem sie Federn in Tinte tunkten, diktierten, auf Schreibmaschinen einhämmerten oder natürlich Computer nutzten. Wer seinen Italienurlaub nicht nur durch den Verzehr guten Essens, hervorragender Weine, dem Geruch des Meeres, sondern auch mit der passenden Lektüre würzen möchte, der ist hier richtig.<span id="more-556"></span></p>
<p>Dante Alighieri ist einer der berühmtesten Namen der italienischen Literatur – was keineswegs seinen Nachfolgern geschuldet ist, sondern vielmehr der Größe seines Werkes. Es ist seine göttliche Komödie, die Maßstäbe gesetzt hat, der Dichter ließ sich in der Komödie von seinem römischen Vorgänger Vergil durch Hölle und Fegefeuer, von seiner alten Freundin Beatrice durchs Paradies führen und schuf dabei Bilder für das Unbeschreibliche, ein mächtiges Werk, das unzählige Künstler inspiriert hat und das sich, das ist das Entscheidende, in einigen Übersetzungen hervorragend lesen lässt. Auch im Urlaub. Die Übersetzung von Hartmut Köhler ist hervorzuheben, auch weil sie mit vielen hilfreichen Hinweisen versehen ist.</p>
<div id="attachment_557" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-557" title="Italienische Literaten" src="http://www.italien-abc.de/wp-content/uploads/2011/08/italienische-literaten.jpg" alt="Italienische Literaten" width="600" height="338" /><p class="wp-caption-text">Italienische Literaten</p></div>
<p>Dante selbst ist zur Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert in der Toskana als Politiker aktiv gewesen und hatte Pech, als die politische Gegenseite mit päpstlichem Segen in Florenz einmarschierten und ihn zum Tode verurteilte. Dante zog das Exil vor und begann, dort an seiner Komödie (erst später wurde sie zur göttlichen Komödie), zu schreiben. Er zog durch Norditalien, richtig viel weiß man heute nicht über die Jahre des Schreibens, lebte unter anderem in Verona und ab 1316 in Ravenna, wo er 1321 starb, kurz nachdem er sein großes Werk vollendet hatte.</p>
<p>Der Florentiner Giovanni Boccaccio lebte von 1313 bis 1375. Er soll der Mann gewesen sein, der Dantes Komödie das Adjektiv göttlich vorangestellt hat. Sein Hauptwerk ist das Dekameron, eine Sammlung von Geschichten, die Boccaccio von einigen jungen Leuten erzählen ließ, die vor der Pest auf ein toskanisches Landgut flüchten. Diese Leute erzählen sich nach einem festen Regelwerk vom Leben und vor allen Dingen der Liebe. Bei der Einordnung des Werkes sind Literaturwissenschaftler einer Meinung: es handelt sich um ein Jahrtausendwerk, eines von der Sorte, die über Jahrhunderte die Literatur prägt, für uns ist entscheidend, dass diese viele Jahrhunderte alten Geschichten noch heute ein Vergnügen sind.</p>
<p>Wenn unsere Politiker unangenehme Wahrheiten verkünden müssen, argumentieren einige von ihnen gerne mit Niccolò Machiavelli. Da weder sie noch die Journalisten in der Regel wirklich im Werk des florentinischen Philosophen gelesen haben, folgen nur selten Einwände. Eine seiner berühmtesten Arbeiten ist Der Fürst, Il Principe, der Versuch, den florentiner Herrschern einen Leitfaden für ihr politisches Handeln an die Hand zu geben, natürlich unter den Bedingungen des 15. und 16. Jahrhunderts.</p>
<p>Macchiavelli, der selbst in den politisch schwierigen Verhältnissen seiner Zeit gefangengenommen, gefoltert, ins Exil geschickt und halbwegs rehabilitiert wurde, versuchte, sich mit dem Werk bei den Machthabern in Florenz zu profilieren. Was ihm nicht gelang. Der Fürst wurde erst mehrere Jahre nach seinem Tod veröffentlicht.</p>
<p>Ein weiterer Klassiker des 16. Jahrhunderts: Torquato Tassos Epos Das befreite Jerusalem. Die Inquisitoren waren seinerzeit von dem Wälzer begeistert, ein vorsichtiger Hinweis darauf, dass es sich bei Das befreite Jerusalem in heutiger Lesart um eine derart politisch inkorrekte Arbeit handelt, dass man in Hollywood eine filmische Umsetzung noch nicht einmal erwägen würde. Tasso ließ in einer von Engeln geleiteten fiktiven Schlacht christliche Helden und Ungläubige aufeinanderkrachen und veranstaltete ein gewaltiges Gemetzel, das bis zur Erschöpfung exerzierte, wo es hinzugehen hat, was Recht ist und was das Recht für seine Ordnung darf.</p>
<p>Torquato Tasso ist mit seiner Arbeit nicht glücklich geworden. Er war etwas mehr als 30 Jahre alt, als er sein großes, detailverliebtes und mit großer Sachkenntnis geschriebenes Werk vollendete – nach 15 Jahren der Arbeit. Sein restliches Leben zeigte Torquato Tasso deutlichen Anzeichen einer schweren psychischen Erkrankung. Seinerzeit, im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts, hielt man ihn für geisteskrank, heute geht man davon aus, dass Torquato Tasso schizophren war. Die genannten Werke sind spannend, brauchen aber einiges an Leseerfahrung. Wechseln wir ins 20. Jahrhundert.</p>
<p>Ein richtig schöner Roman für den Sardinien-Urlaub ist Grazia Deleddas Schilf im Wind. Die Naturalistin Deledda veröffentlichte diese Arbeit kurz vor dem ersten Weltkrieg, sie erzählt von dem Knecht Efix, der für drei Schwestern auf einem heruntergekommenen Gehöft auf Sardinien arbeitet, von Feen und Kobolden. Der Text entfaltet seine besondere Schönheit, wenn man in der Landschaft liegt, von der er in einem Ton erzählt, der der vergangenen Welt, der er entstammt, angemessen scheint. Grazia Deledda erhielt 1926 den Nobelpreis für Literatur.</p>
<p>Während Deledda mit ihren Worten die Landschaft malte, skizzierte Federigo Tozzi gesellschaftliche Eigenheiten seiner Zeit. In Mit geschlossenen Augen, seinem Werk von 1919, ließ er Pietro Rosi, den Sohn eines Gastwirtes aus Siena, die Bedingungen durchleiden, die sein Lebensumfeld für ihn bereithielt. Es war der erste Roman des Journalisten und Erzählers aus Siena, den er selbst in einer schwierigen Zeit verfasste und dessen nachhaltigen Erfolg er nicht einmal in Ansätzen erleben durfte. Tozzi starb 1937 in Rom an einer Lungenentzündung.</p>
<p>Dino Segre nannte sich Pitigrilli und schuf mit Kokain einen Roman, der noch in den späten 80er Jahren des 20. Jahrhunderts auf dem deutschen Index für jugendgefährdende Schriften stand. Was er dort zu suchen hatte, ist aus heutiger Sicht absolut nicht verständlich. Der Mann legte schonungslos offen, was einem auffallen musste, dem das Anpassungsgen fehlte, er ließ seinen jungen Tito Arnaudi einfach von der Leine und macht dem Leser schon deshalb großen Spaß. Der Plot des Romans ist zeitlos schlüssig, Pitigrilli ließ einen jungen Mann den allgemeinen Erwartungen an seinen Weg nach Paris entfliehen, in die Stadt der Liebe. Das konnte natürlich nicht gut gehen.</p>
<p>Dino Segre musste zur Zeit des Faschismus ins Exil, zog über die Schweiz nach Argentinien und fand nach seiner Rückkehr in den 50ern sein eigenes Frühwerk selbst nicht mehr so prima. Mag sein, dass er den Zynismus seiner 20er nicht mehr ertrug, trotzdem bleibt Kokain ein erstaunliches Werk, für folgende Schriftsteller ein Steinbruch guter Ideen und sein Alter merkt man dem Roman nur an, weil es von Vokabeln wimmelt, die längst nicht mehr jedem geläufig sind.</p>
<p>Der Nobelpreisträger Luigi Pirandello, Dramatiker aus Sizilien, ist ein weiterer Name von kaum abzumessender Größe. Wer meint, mit Theater nichts am Hut zu haben, sollte es vielleicht mal mit Sechs Personen suchen einen Autor versuchen, Pirandellos Skandalwerk, das 1921 bei seiner Uraufführung sesselfurzende Schauspielbesucher in einen Lynchmob verwandelte, der sich über Pirandellos Tochter Lietta herzumachen versuchte. Das Stück zeigt, was der Titel verspricht, eine Familie, die von ihrem Erschaffer im Stich gelassen einen Raum zur Aufführung ihrer selbst sucht, das Theaterstück bezieht das ganze Konstrukt Theater in die Aufführung mit ein und Pirandello drehte damit die Schraube weiter, als es die Sonntagsfahrer seiner Zeit ertrugen.</p>
<p>Als großartige Urlaubslektüre sind Luigi Pirandellos Novellen für ein Jahr fast zu lang – aber genauso wunderbar. Der Autor schrieb an den Geschichten über das Leben auf Sizilien 14 Jahre lang, bis zu seinem Tod. Auf 246 Erzählungen ist Pirandello am Ende gekommen, 246 von 356 geplanten, eine ordentliche Leistung. Ausgewählte Novellen sind im deutschsprachigen Raum als Meistererzählungen zusammengefasst und veröffentlicht worden. Ein hervorragender Einstieg.</p>
<p>Italo Calvino war gebürtiger Kubaner, wuchs in San Remo auf und kämpfte im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Partisanen gegen den Faschismus. Dass er heute jedem italienischen Schulkind bekannt ist, liegt daran, dass er sich als Sammler mündlicher Überlieferungen betätigte, Volksmärchen niederschrieb, die neben einem großen erzählerischen Werk, Briefen, einer Autobiografie und auch Opernlibretti auf ihre Entdeckung warten. Der große, Calvino innewohnende Erzählspaß wird vielleicht am besten in dem immer wieder beginnenden und die Genres wechselnden Roman Wenn ein Reisender in einer Winternacht am besten deutlich, der die Leser spaltet: in jene, die überfordert sind und die, die anschließend alles von Calvino verschlingen, was sie in die Finger bekommen. Und das ist am Ende doch zu wenig.</p>
<p>Die Familie Tomasi di Lampedusa ist ein uraltes sizilianisches Adelsgeschlecht mit einer in das erste Jahrtausend nach Christi zurückreichenden Geschichte, einem eigenen Heiligen – und in dem Fürst, Herzog und Baron Giuseppe V mindestens einen eigenen weltberühmten Literaten. Giuseppe schrieb seinen einzigen Roman Il Gattopardo kurz vor seinem frühen Tod 1957 und schilderte darin den Abstieg des Adelsgeschlechts Salina, nahm sich aber die eigene Familiengeschichte im 19. Jahrhundert zum Vorbild. Das Risorgimento, also das Wiederaufblühen, nennt man in Italien die Phase der Vereinigung des Staates, die natürlich mit einem Machtverlust der alten Herrscherschichten einherging. Lampedusa ließ sich für den Roman von der Geschichte seines Urgroßvaters inspirieren. Dass Il Gattopardo (nicht ganz korrekt als Der Leopard übersetzt) bis heute weltberühmt ist, liegt natürlich an der Verfilmung durch Luchino Visconti, ebenfalls Spross eines alten Adelsgeschlechtes.</p>
<p>Primo Levi war als Kämpfer der Resistenza gegen den Faschismus aktiv, wurde mit vielen anderen italienischen Juden nach Auschwitz deportiert und überlebte dort die letzten elf Monate des Konzentrationslagers, in denen er als Chemiker in den Buna-Werken eingesetzt wurde. Berühmt wurde Primo Levi mit den biografischen Werken Ist das ein Mensch?, Die Atempause und Das periodische System. Es ist keine Urlaubslektüre, die Arbeiten des Autors sind aber mindestens so relevant wie die der anderen genannten.</p>
<p>Während Ist das ein Mensch? relativ kurz nach dem Krieg entstand und die unfassbare System innerhalb des Konzentrationslagers schildert, ist Die Atempause, die Schilderung der Befreiung durch die Rote Armee und des langen Weges zurück, erst Anfang der 60er Jahre veröffentlicht worden. Der Regisseur Francesco Rosi verfilmte den Stoff in den 90ern mit John Turturro als Primo Levi.</p>
<p>Eugenio Montale ist ein weiterer italienischer Nobelpreisträger, ein Lyriker, und damit nicht gerade Vertreter einer Gattung, die sich viele mit in den Urlaub nehmen würden. Es gibt allerdings sehr schöne zweisprachige Gedichtsammlungen von Eugenio Montale, die auch jenen Freude machen können, die des Italienischen nicht mächtig sind – wenn sie auf der einen Seite den Sinn greifen können und auf der anderen lautmalerisch der italienischen Melodie folgen.</p>
<p>… und gleich noch ein Literaturnobelpreisträger: Dario Fo. Fo ist ein Mann der Commedia dell’arte, des Theaters, ein sozialkritischer Denker, von dem einige Arbeiten in Chotjewitzer Übersetzung im Rotbuch-Verlag erschienen sind und der mit Die Welt, wie ich sie sehe einen tolle Einstiegshilfe in Autobiografieform geschaffen hat.</p>
<p>Krimis sind den einen im Urlaub die beste Entspannung, anderen immer ein Graus. In den 70er Jahren schuf der aus Bologna stammende Loriano Macchiavelli seinen Kommissar Antonio Sarti, mit dem er mehrere Jahrzehnte gearbeitet hat. Italien ist voll von sehr passablen Krimiautoren, Massimo Carlotto gehört ebenfalls dazu. Der Autor aus Padua war selbst in einen nie gänzlich geklärten Mordfall verwickelt (oder eben nicht) und kann aus eigener Anschauung Flucht über mehrere Staaten und Gefängnisaufenthalte schildern.</p>
<p>Ein weiterer absoluter Experte auf seinem Gebiet ist Gianrico Carofiglio, ein gegen die Mafia kämpfender Anwalt, der auch als Romanautor tätig ist – und ein Alleskönner ist Giorgio Faletti, ein Musiker, der mit Ich töte einen der erfolgreichsten Romane aller Zeiten in Italien veröffentlicht hat. Noch ein Tipp: Valerio Varesis Der Nebelfluss. Donna Leon, soviel Korrektheit muss sein, ist keine Italienerin, lebt aber wirklich in Venedig und wird dort wiederum nicht gelesen. Den italienischen Lesern und Verlegern sind die von ihr eingesetzten Stereotype zu banal.</p>
<p>Ein weiterer Riese in und aus Italien: Umberto Eco. Der Mann ist Wissenschaftler, ein Denker und hat in seinem Leben mehr als 30 Ehrendoktorwürden gesammelt. Baudolino und Das Foucaultsche Pendel sind phantastische Romane, die Umberto Eco zwischen weniger leicht zugänglichen philosophischen Werken platzierte, keines aber ist so berühmt wie Der Name der Rose von 1980, wenige Jahre später von Jean-Jacques Annaud mit Sean Connery und Christian Slater verfilmt.</p>
<p>Da Umberto Eco auch ein ausgewiesener Literaturkritiker ist, lassen sich zu nahezu jedem der hier aufgeführten Literaten Einordnungen aus seiner Feder finden.</p>
<p>Anderer Name, kaum weniger berühmt: Alessandro Baricco. Der Turiner Journalist und Schriftsteller arbeitet interdisziplinär, verknüpft Musik und Literatur immer wieder und manchmal auch neu, ist als Schreiblehrer tätig und seit den frühen 90ern in Italien ein vielfach ausgezeichneter Romancier. Weltbekannt wurde Alessandro Baricco durch seinen Roman Seide, der 1996 veröffentlicht wurde. Es gibt einige aufwändige Verfilmungen seiner Werke, die schönste ist vielleicht jene des Monologs Novecento, bekannt als Die Legende vom Ozeanpianisten mit dem unschlagbaren Tim Roth.</p>
<p>Roberto Saviano aus Neapel hat sich viel vorgenommen. Er hat sich in seinem Roman Gomorra mit der Mafia in Neapel, der Camorra, angelegt. Das Buch wurde in mehrere dutzend Sprachen übersetzt, verfilmt und zum Welterfolg, für den Autor bedeutete es ein Leben in Polizeischutz, für den ein Bündnis aus Literatur-Nobelpreisträgern erst sorgen musste.</p>
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