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Unterwegs in Italien: Das grosse Reisebuch

Italien komplett in einem Buch zu beschreiben, ist ein Vorhaben, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Deshalb beschränkt sich das Autorenkollektiv in dem Reiseführer „Unterwegs in Italien“, der 2011 im Kunth Verlag erschienen ist, auf die bekanntesten Sehenswürdigkeiten und die meist besuchten Städte des Landes. Auch wenn der Untertitel „Das große Reisebuch“ womöglich das Gegenteil suggeriert.

Eine visuelle Vorfreude auf Italien wecken auf jeden Fall die über 400 ausgezeichneten Farbfotos, die gegenüber dem Text im Vordergrund stehen. Ein Reiseatlas im Maßstab 1:340.000 und ein breitgefächertes Ortregister dazu ergänzen den 448 Seiten dicken Reiseführer, der trotz der zahlreichen Abbildungen kein Italien-Bildband ist. Das Buch bietet ein Fülle von Informationen. Die Autoren beschreiben auf 200 Seiten in aller Ausführlichkeit die zwölf schönsten Reiserouten, von denen eine auch durch Malta führt. Anhand der Informationen kann sich jeder Italien-Reisende seinen Reiseweg aussuchen und seinen persönlichen Bedürfnissen anpassen.

Der erste Vorschlag führt durch die norditalienischen Provinzen Lombardei, Piemont und Aostatal, Italiens zweitkleinster Region. Ausgangspunkt ist Mailand, die elegante Metropole des Nordens und zweitgrößte Stadt Italiens. Neben historischen und kulturellen Hintergründen gibt es zu jeder Route zahlreiche praktische Tipps, die optisch von der Streckenbeschreibung getrennt sind und eingerahmt am Ende des Artikels stehen. Zum Routensteckbrief gehören die Angaben zur Streckenlänge und zum Zeitaufwand, der für die Reise eingeplant werden sollte. Ferner wird eine Empfehlung für die beste Reisezeit ausgesprochen. Sehr allgemein gehalten ist der Hinweise auf Übernachtungsmöglichkeiten. Der Leser erfährt lediglich, dass es alternativ zu Hotels und Pensionen die Möglichkeit gibt, bei Weingütern oder Bauernhöfen nachzufragen. Eine Internet-Adresse mit den entsprechenden Übernachtungsangeboten fehlt leider. Dafür werden für jede Region Websites genannt, die über die aktuelle Wetterlage Auskunft geben. Detaillierte Informationen bieten die regionalen Tourismusbüros, die ebenfalls in dem Buch aufgeführt sind.

Italienische Landschaft

Italienische Landschaft @iStockphoto/eZeePics Studio

Den „schönsten Reiserouten“ folgen in dem Buch die UNESCO-Kulturerbe, von denen Italien reichlich gesegnet ist. Dazu zählen unter anderem die Altstadt von Verona, der botanische Garten in Padua, Venedig und seine Lagunen und die Felszeichnungen in Val Camonica. Die prächtigen Fotos von den Attraktionen wirken wie Appetitanreger und machen Lust auf eine Italienreise. Da lässt es sich auch verschmerzen, das in dem Reiseführer keine Öffnungszeiten der zahlreichen Kulturgüter genannt werden. Auch Restauranttipps und Adressen sucht der Leser vergeblich.

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