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Cinque Terre – längst kein Geheimtipp mehr

Nicht selten ist es gerade die Abgeschiedenheit, die die Massen anzieht. An der Küste Liguriens, der italienischen Riviera, liegen die Cinque Terre, gemeint ist ein etwa 12 Kilometer langer Abschnitt der Steilküste, an dem fünf Ortschaften liegen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie lange Zeit höchstens über Trampelpfade, besser aber über das Meer erreichbar waren.

Es gibt kaum etwas Hübscheres: die Häuschen sind alt, im Rücken der Fels, vorne die See, in den Hängen der Wein, wecken die Dörfer so sehr Sehnsüchte nach Ruhe und Ursprünglichkeit, dass in jedem Jahr Touristenmassen nach Ligurien strömen, die verhindern, wonach sie suchen. Und trotzdem sollten sich Italienliebhaber nicht entgehen lassen, wenigstens einmal Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore gesehen zu haben.

Das reicht dann aber auch. Die Bewohner der Cinque Terre machen das Beste aus den Sehnsüchten der Fremden. Selbst der die Orte verbindende Trampelpfad kostet inzwischen Mautgebühr und auf einen Besuch vieler Restaurants sollte gleich aus mehreren Gründen verzichtet werden. Und trotzdem bleiben die Orte, mit ihren Gässchen, dem Meerblick und den Treppchen ein wundervoller Anblick.

Wer sich in Ligurien auskennt, der weiß, wie man hier die alles erdrückenden Touristenmassen umgeht: Seitenwege, alternative Pfade sind die Lösung, Bergrouten, die den Wanderer fordern und die Mühe, wenigstens die Grundvokabeln Italienisch zu beherrschen, versöhnen sofort mit Einheimischen und Landschaft.

Cinque Terre

Cinque Terre @iStockphoto/maudanros

Weise ist, wer die leichte Distanz zum Touristenmagnet sucht und nur punktuell, und sich nur, wenn es nicht anders geht, den Menschenmassen anschließt. Die guten Restaurants, Pensionen und die schnuckeligen Hotels finden sich nicht direkt in den Cinque Terre, sondern daneben.

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