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Matera – in Stein gehauen

Matera ist eine verrückte Stadt. Sie liegt im Süden Italiens, am tyrrhenischen und ionischen Meer, in einer hügeligen Region und ist in den Fels gebaut, auf dem sie steht. Bereits in der Jungsteinzeit soll der Platz, auf dem Matera steht, bewohnt gewesen sein. I Sassi, der Kern der Stadt, ist derart mit dem Tuffstein verwoben, dass der Ort selbst wie ein organisch gewachsenes Gebilde wirkt.

Matera liegt etwa 45 km von der Küste entfernt in einer uralten Kulturregion. Vor den Römern haben die Griechen hier gesiedelt, es finden sich in der Region alte Tempelanlagen, schöne Museen und eben Matera als einzigartige Skulptur, ein spektakuläres Erbe, in dem gelebt wird, und zwar in Räumen, die teilweise schon vor vielen Jahrtausenden belebt waren.

Aus der Bronzezeit stammt das Brunnensystem Materas, der aus den Wohnhöhlen gebrochene Stein diente als Baumaterial für die darüber wachsende Stadt. Wer durch Matera läuft, der erlebt das einzigartige Gefühl einer Stadt, die eine zusätzliche Dimension hat. Wege führen über Dächer, man flaniert an Schornsteinen vorbei, die spektakuläre Verwinkelung der Stadt selbst wird zum besten Schutz vor böswilligen Fremden.

Beinahe hätte man diesen phantastischen Schatz einfach verfallen lassen. Matera liegt weit entfernt von den großen touristischen Magneten Italiens, im 20. Jahrhundert siedelte man die Bewohner der Sassi aus und war im Begriff, die Stadt verfallen zu lassen, bis ein Bewusstsein für den Wert dieses Ortes einsetzte, der 1993 in der Anerkennung als Weltkulturerbe durch die UNESCO gipfelte.

Matera

Matera @iStockphoto/Giorgio Montesi

Ein Besuch Materas lohnt sich immer. Die Felsenkirchen sind immer wieder eine Entdeckung und die Abgeschiedenheit und Ferne der Region Matera hat seine Vorteile. Das Wasser des Meeres gilt hier als besonders sauber, es gibt abgelegene Strände und alles, was einen perfekten Urlaub ausmacht.

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